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Die Wirtschafts- und Werbekrise fordert ein prominentes Opfer im
VOX-Programm. Die im Februar angekündigte, zweite Staffel von "Mein
Restaurant" wird vorerst nicht kommen. Auf Anfrage von DWDL.de
bestätigte eine VOX-Sprecherin, dass das Format in diesem Jahr nicht
mehr auf Sendung gehen wird. Derzeit gebe es auch keine konkreten
Planungen, wann die zweite Staffel der Realityshow kommen könnte. Dabei
hatte der Sender und die Produktionsfirma Granada schon seit Februar in
einer Trailer-Kampagne im VOX-Programm und auf der Website zur
Bewerbung aufgerufen.
Grund für die Verschiebung der zweiten
Staffel von "Mein Restaurant" ist die Wirtschaftskrise - und das in
gleich zweierlei Hinsicht. Zum einen bezeichnete VOX-Chefredakteur Kai
Sturm schon die Finanzierung der ersten Staffel gegenüber DWDL.de als
"eher schwierig". Da wird die Werbekrise in diesem Jahr die
Realisierung einer Fortsetzung nicht erleichtert haben. Zum anderen
aber hält man bei VOX das Konzept der Sendung in der bisherigen Form in
der jetzigen Situation für nicht besonders geeignet.
In "Mein Restaurant" treten fünf Paare aus fünf Städten gegeneinander
an. Sie müssen innerhalb weniger Wochen ein neues Restaurant von Grund
auf planen, einrichten, eröffnen und schließlich auch betreiben. Nach
der Eröffnung entscheidet schließlich das TV-Publikum, welches
Restaurant wieder geschlossen werden muss. Nur das Gewinner-Paar darf
das Restaurant am Ende behalten. Alle anderen müssen schließen und
verlieren innerhalb von Minuten ihren Job. Gerade dieser Aspekt sei in
der aktuellen wirtschaftlichen Situation heikel.
Festhalten will
man an "Mein Restaurant" aber auf jeden Fall. Man wolle das Konzept des
Formats allerdings überarbeiten. Für Produzent Granada ist das
vorläufige Aus einer zweiten Staffel von "Mein Restaurant" der zweite
prominente Verlust einer Produktion innerhalb weniger Wochen. Kürzlich
erst hatte RTL mit seinem Verzicht auf "Ich bin ein Star - Holt mich
hier raus" für Schlagzeilen gesorgt. Auch dies wurde von Granada
produziert.
DWDL.de / Redakteur: Thomas Lückerath